Danke Conny...

Ein besonderer Dank geht an meine Frau, die mich in der Ausübung meines Hobbys auf so vielfältige Art unterstützt. Bis hin zu den Broten die mir durch die mitunter langen Nächte helfen.
Nach langem Investitionsstau hat meine Ausrüstung zuwachs bekommen. Hierbei handelt es sich um eine CCD-Kamera aus dem Hause Quantum Scientific Imaging.
Die Kamera ist mit dem überaus verbreiteten KAF8300-Chip ausgestattet. Über die Leistungsfähigkeit des Sensors möchte ich hier nicht referieren. Das ist an anderer Stelle bereits ausreichend geschehen. 
Allerdings möchte ich an dieser Stelle über den Lieferumfang und den ersten Eindruck der Kamera schreiben. Ich habe zwei Jahre lang überlegt, ob ich mir eine CCD-Kamera zulegen soll. Für mich stand von vornherein fest, das ich mit einem motorisierten Filterrad arbeiten wollte. Und auch dass dieses mindestens sieben Filter gleichzeitig aufnehmen soll. Eine ganze Weile habe ich verschiedene Hersteller verglichen und stolperte eher zufällig über QSI. Das bemerkenswerte bei den Kameras dieses Herstellers ist der modulare Aufbau. Was auch an dem zweifarbigen Gehäuse auffällt. Der Blaue Teil ist die eigentliche Kamera und der schwarze das so genannte Cover. Man wählt im Grunde zuerst die eigentliche Kamera aus, in meinem Fall die 683. Dann entscheidet man sich für das Cover. Zur Wahl stehen das Slimline-Cover ohne Schnickschnack, Filterrad-Cover mit fünf oder acht Aufnahmen und noch die Off-Axis-Guider-Option. Es gibt auch die Filterradcover mit OAG-Option. 
Der kompakte, aber überaus hochwertige, Aufbau der Kamera erlaubt es, das Filterrad sehr dicht an den Sensor zu setzen. Daher reichen sogar bei dem relativ großen KAF8300-Chip die kleinen 1,25"-Filter man bekommt noch keine Probleme mit Abschattungen.

Bei meiner Kamera erkennt man an Bezeichnung schon genau um welches Modell es sich handelt: 683 bedeutet dass es sich um ein Modell der 600er Serie mit 8,3 Megapixel handelt. Das w bezeichnet das Filterrad (engl. Wheel) und das -8 den Zusatz dass es das große mit 8 Positionen ist. Das s steht für den mechanischen Shutter. Dieser ist auf 1 000 000 Auslösungen ausgelegt. In einem Testaufbau wurde ein Shutter mit 4 000 000 Auslösungen ausfallfrei getestet.
Ich bestellte mir gleich die volle Ladung Filter von Astronomik mit. Einen L-2-Filter, den neuen Deep-Sky-RGB-Filtersatz und jeweils einen Ha, OIII und SII-Filter in der 12nm CCD-Version. Diese sperren UV und IR-Strahlung um die Aufnahme nicht zu verfälschen.
Nach nur vierzehn Wochen Wartezeit ab Bestellung hielt ich das Paket nach einem Fehlerhaften Versand und einem kleinen Umweg von anderhalb Stunden und 128km auch schon in den Händen:
Endlich ist es angekommen 
Endlich hat das Paket den Weg zu mir gefunden.

Das Paket musste auch gleich von unserem Fachinspekteur für Tüten, Kartonagen und Kisten in Augenschein genommen werden.
Mit dreizehn Jahren Erfahrung in dem Tätigkeitsfeld lässt er sich diese Aufgabe nicht abnehmen.

Das eigentliche auspacken wurde von mir durch ein paar Fotos dokumentiert. Mich überraschte das recht hohe Gewicht des Paketes. Aber ok, mal schauen was alles so raus kommt.
Überraschenderweise findet sich die Treiber-CD nicht im Karton mit der Kamera. Was mich jetzt persönlich nicht weiter stört. Und rumfliegende Verpackungschips gibt es offenbar auch keine.
Der Inhalt des Karton mal ausgepackt.
Die Kamera steckt noch in dem Karton von dem 1400er PeliCase und die Treiber-CD liegt oben drauf. Eine Aufnahmesoftware gehört NICHT zum Lieferumfang der Kamera.
Vorne liegen die Filter. Links vorne der L-2-Filter und dahinter der RGB-Satz und rechts die drei Linienfilter.
 
   Die Kamera wird standardmäßig in einem netten Pelicase geliefert. Ich finde bei einem Objekt in dieser Preisklasse ist das auch nicht zu viel verlangt. Aber drüber gefreut habe ich mich trotzdem.
Mich überraschte das kleine Typenschild außen auf dem Koffer, auf welchem nicht nur das Kameramodell sondern auch noch die Seriennummer drauf steht.
Nach dem öffnen des recht massiven, aber auch sehr handlichen Koffers kommt einem ein richtig gut aufgeräumter Inhalt entgegen.
Links vorne ist noch ein freies 'Fach' zu erkennen. Dort wird mein Koma-Korrektor seinen Platz finden.
 
Der Lieferumfang überrascht mit Vollständigkeit. Das 230V-Netzteil ist ja obligatorisch. Allerdings findet sich hier keines von den billigen 1,8m-USB-Kabeln sondern schon ein etwas längeres, und auch recht flexibles 2,5m langes Kabel. 
Außerdem liegt noch ein Guiderkabel dabei. Das wird bei mir aber vermutlich rausfliegen, weil ich den Guidingport nicht nutzen möchte. 
Überraschend fand ich auch die beigelegten Inbusschlüssel. Da die Kamera komplett Made in USA ist, sind auch die ganzen Schrauben in Zoll. Und die Schlüsselweiten für die Inbusschlüssel auch. Um so mehr Sinn machen die beigelegten Schlüssel, die ja spätestens zum einlegen der Filter verwendet werden.
Vorne rechts erkennt man noch den T2-Steckadapter. Dieser gehört zum Lieferumfang.
Hier habe ich die Kamera zum einlegen der Filter vorbereitet. Also eigentlich nur geöffnet. Hinter der noch leeren Filterposition 1 erkennt man gut den geschlossenen, mechanischen Shutter. Dieser erlaubt Belichtungszeiten bis runter zu 30ms. 
Das öffnen der Kamera und das einsetzen der Filter habe ich in der Küche vorgenommen. Im durchschnittlichen Haushalt ist das der Raum, in dem am wenigsten Staub vorhanden ist. Das liegt an dem fehlen von Polstermöbeln und dem überdurchschnittlich häufigen reinigen der horizontalen Oberflächen. 
Die Mechanische Verarbeitung überzeugt auch hier. Das Filterrad hat kein erkennbares spiel und alles läuft überaus satt. 
Das Cover, also das Gehäuseoberteil passt perfekt auf die Kamera. Nur auflegen, kurz wackeln bis es von selbst in Position fällt und festschrauben.
 
  Hier sind die Filter bereits eingesetzt. Ich habe die Filterpositionen wie folgt besetzt:
  1. Luminanz
  2. Rot
  3. Grün
  4. Blau
  5. SII
  6. OIII
  7. bleibt leer

Die Filterwechsel geschehen überraschend schnell.
Das Filterrad dreht zwar nur in eine Richtung, Was bedeutet das ein Wechsel von 3 auf 2, also von Grün auf Rot, das Rad eine Komplette runde dreht. Das das allerdings in unter 4 Sekunden geschieht, fällt das nicht weiter ins Gewicht.

Im Großen und ganzen bin ich von der Kamera sehr überrascht. Obwohl ich die Gelegenheit wahrnahm und mir auf der AME 2015 die Kameras von verschiedenen Herstellern genau anschaute. Trotz des großen Filterrades ist der Gesamtaufbau noch recht kompakt. Allerdings ist sie mit rund 1,5kg nicht gerade ein Fliegengewicht. Zumindest im Vergleich zu einer DSLR. 

Die Kühlung arbeitet auch sehr zuverlässig bis etwa 48°k.

Erste Aufnahmen folgen In Kürze. Sie wurden bereits gemacht, müssen nur noch eingepflegt werden.