Danke Conny...

Ein besonderer Dank geht an meine Frau, die mich in der Ausübung meines Hobbys auf so vielfältige Art unterstützt. Bis hin zu den Broten die mir durch die mitunter langen Nächte helfen.

An dieser Stelle möchte ich meinen neuen Stromkoffer vorstellen.
Der Wunsch nach diesem stellte sich ein, als ich die letzten male meinen Kabelsalat sah, der zudem eine nicht zu unterschätzende potentielle Fehlerquelle. Außerdem waren mir die Status-LED der Netzteile ein Dorn im Auge. Also sollte eine neue Stromversorgung folgende Eigenschaften erfüllen:

  • im systainer-Format wie die restlichen Kisten
  • nur eine 230V-Steckdose nötig
  • zentrales 12V-Netzteil mit mindestens 120W
  • Anschlüsse wahlweise mit Dauerspannung und geschaltet
  • Standard-Steckverbinder ohne Herstellerbindung
  • USB-Hub integriert (weitere Reduzierung von Verdrahtungsaufwand)
  • drei verfügbare Steckdosen
  • Schutz der Verbinder vor Kondenswasser

Das ist eine ordentliche Menge an Anforderungen und sind teilweise auch nicht einfach umzusetzen. Aber ich habe es geschafft eine Lösung zu finden. Die Basis bildet ein systainer der Größe II der Firma Tanos. Es war ursprünglich ein Modell Größe I geplant, allerdings wurde das schnell verworfen als ich die nötigen Komponenten hier hatte und versuchte diese dort zu platzieren.

Neben dem Kleinkram wie Buchsen und so weiter kommen die folgenden, wesentlichen Komponenten zum Einsatz:

  • Netzteilbaustein 12V/150W von Meanwell
  • 8-Kanal-Relaiskarte von Conrad-Elektronik mit USB-Anschluss
  • USB-Hub im Metallgehäuse mit direktem Anschluss von 7-30V von exsys

Als Steckverbinder dienten mir für die 230V natürlich drei SchuKo-Einbaubuchsen. Für das Anschlusskabel verwende ich einen Neutrik-Powercon, da dieser Spritzwassergeschützt ist und gleichzeitig verriegelt. Für die 12V-Verbraucher habe ich mich für M12-Steckverbinder entschieden. Dies sind günstige, Robuste Steckverbinder aus dem Industriebereich, die genormt sind. 

Um den Schutz vor Kondenswasser zu gewährleisten und gleichzeitig nicht aus dem Formfaktor der systainer zu fallen, werden die Anschlüsse innerhalb des Koffers platziert. Hierzu teile ich die Kiste in der Breite in zwei Bereiche. Hinten wird ein Abteil abgetrennt in dem Technik und Verdrahtung Platz finden. Und vorne habe ich Zugang zu den Steckverbindern. Die Kabel werden dann an der Vorderseite zwischen Bürstenleisten geführt.
Unterteilter Koffer

Die Frontplatte habe ich mir bei der schaeffer-AG fertigen lassen. Deren Arbeit ist unbestritten professionell und überzeugt durch die Qualität. Natürlich ist es nicht billig. Erst recht wenn man so einen Schickschnack wie Gravuren haben möchte, Für so etwas muss man natürlich immer extra in die Tasche greifen. Aber persönlich muss ich sagen, dass so eine ausgelegte Gravur immer edel aussieht. Unten zeige einfach mal ein paar Bilder von der Frontplatte.

Übersicht

Detail

Die Passgenauigkeit ist sehr gut. 
Ein großes Problem ist die Befestigung der Komponenten. Hier vertraue ich auf die Moderne Klebetechnik. Natürlich kann ich auch die Elemente in der Kiste Verschrauben. Aber das ist erstens ein nicht zu unterschätzender Mehraufwand und zweitens muss ich jedes Metallteil, das von außen berührt werden kann separat erden.
Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. 
Für die Verdrahtung habe ich mir gegen Lötverbindungen und Lüsterklemmen entschieden. Aus Gründen der Zuverlässigkeit und der Übersichtlichkeit kamen nur Reihenklemmen in Frage. Diese haben zwar einen etwas höheren Platzbedarf, aber der Aufwand lohnt sich.
Verdrahtung vorm Binden
Gebunden
Mit Lüsterklemmen und Lötverbindungen wäre das so nicht zu erreichen. Die M12-Verbinder fehlen hier noch, aber die sind schnell eingebaut. Wenn die Kiste fertig ist, wird es hier eine Aktualisierung mit Bildern der fertigen Kiste geben.