Danke Conny...

Ein besonderer Dank geht an meine Frau, die mich in der Ausübung meines Hobbys auf so vielfältige Art unterstützt. Bis hin zu den Broten die mir durch die mitunter langen Nächte helfen.

Seit langem will ich noch einmal einen Versuch wagen, meine Ausrüstung unter Linux laufen zu lassen. Da ich derzeit Urlaub habe und das Wetter vielversprechend aussieht, möchte ich es einfach nach vier Jahren noch einmal versuchen.
Hierzu habe ich nun auf meinem Reserve-Notebook, einem Lenovo ThinkPad T410 die aktuelle Ubuntu 18.04 LTS installiert und KSTARS, EKOS, die nötigen Treiber und auch PHD installiert. Über neues werde ich in Kürze berichten.

Aufgrund der Tatsache, dass die Aktualisierung für Windows-XP am 8. April 2014 eingestellt wird, sah ich mich gezwungen mir für den Löwenanteil meiner Notebooknutzung nach einem anderen Betriebssystem zu suchen.

Gegen das Betriebssystem Windows 8 und 8.1 habe ich persönlich etwas. Nicht zuletzt dass es ausgesprochen hohe Anforderungen an die Hardware stellt und die Lizenzen nicht gerade billig sind.
Als Alternative habe ich Windows 7 testweise installiert. Das lief im großen und ganzen ganz ordentlich. So gut dass ein späterer Umstieg derzeit nicht ausgeschlossen ist. Allerdings ist für einen flüssigen Einsatz neben der neuen Festplatte ein recht ordentliches RAM-Upgrade und natürlich die Lizenz erforderlich.

Da ich bereits erste Schritte mit Ubuntu hinter mir hatte und wusste dass einige meiner verwendeten Programme auch für Linux verfügbar ist, dachte ich mir mal nach einer Art 'ASCOM' für Linux zu suchen.
Bei meiner Recherche stieß ich auf das Projekt INDI-lib.

Das Projekt bietet besondere Unterstützung für die Software kstars und eine ordentliche Unterstützung an Hardware.
Neben DSLR und CCD-Kameras können Montierungen, Filterräder, Kuppeln, Fokusser und andere angesteuert werden.

Die Funktionen der Software sind bemerkenswert.
Die Plattform bietet folgende Funktionen:

  • Steuerung der Aufnahmekamera (DSLR und CCD)
  • Autoguiding
  • Exaktes GoTo und Automatische Astrometrie (über das Projekt http://www.astrometry.net/)

Und noch ein paar mehr.

Die Software arbeitet in zwei Teilen.

  1. Da ist zum einen der Server. Dieser nimmt die Steuerungsbefehle entgegen und leitet diese an die Hardware weiter bzw. sendet Rückmeldungen der Komponenten zurück. Aufnahmen werden standardmäßig auf dem Serverlaufwerk gespeichert. Aber das kann beliebig eingestellt werden.
  2. Dann ist das der Client. Dieser sendet die Befehle an den Server und empfängt von diesem die Rückmeldungen.

Ein bemerkenswertes Detail ist, dass Server und Client nicht auf dem selben Rechner laufen müssen.
Da es eine Version für das RasperryPI gibt, ist es im Grunde möglich, diesen zur Steuerung der Kameras, des Guiding und so weiter zu verwenden. Die Steuerung kann dann über das Netzwerk (LAN, Internet, ...) von einem beliebigen Rechner aus erfolgen.

Auf der anderen Seite eignet sich das ganze dadurch auch hervorragend für den Einsatz in Remote-Sternwarten.

Derzeit habe ich die Software auf einem Ubuntu-System parallel zu meinem Windows-XP installiert. Wenn das nächste mal das Wetter mitspielt, werde ich mal einen Feldversuch starten. Ich bin gespannt.

Was allerdings erfreulich ist, dass ist die Tatsache dass die wichtigsten Programme unter Linux laufen:
Regim - Dank JAVA problemlos
Fitswork - über WINE
Nebulosity - über WINE
DeepSkyStacker - über WINE
Programme wie Open-Office und Gimp und so weiter laufen ja ohnehin auf Linux, da diese ja dort ihren Ursprung haben.