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Octopi und Octoprint

Was sind Octoprint und Octopi

Bei Octoprint handelt es sich um eine Weboberfläche um 3D-Drucker über eine Weboberfläche auf einem Server der per USB an einen 3D-Drucker angeschlossen ist zu steuern, Druckaufträge zu verwalten und das Gerät zu überwachen.
Praktischerweise könnte man hierfür einen RaspberryPI nehmen. In meinem Fall handelt es sich um ein Modell 4 mit 4 Gb Ram. Anstatt alles manuell zu installieren, was natürlich einen gewissen Aufwand bedeutet, Empfehlen ich direkt das OctoPi-Image runterzuladen und auf einer SD-Karte zu installieren. Eine gute Anleitung hierzu findet ihr auf der Projektseite.
Persönlich möchte ich nicht nicht mehr drauf verzichten.

Die Plattform selbst bietet mir die Möglichkeit direkt die geslicten Daten mit einem Knopfdruck auf den OctoPi zu schieben.
Von dort aus kann der Druck direkt gestartet werden, wenn der Drucker entsprechend vorbereitet ist. Gerade mit dem Multimaterial-Upgrade ist das natürlich ein komfortabler Weg.

Die PlugIns

Die Plattform kann von Haus aus schon sehr viel. So richtig Leistungsfähig wird sie aber erst mit den Optionalen PlugIns, von denen ich hier meine Favoriten vorstellen möchte. Zumindest mal ein paar.

  • Arc Welder – Sucht nach einer Reihe von kurzen Strecken und verbindet diese zu einem Radius. Es reduziert nicht nur die Datengröße (mitunter erheblich), es verbessert im Regelfall auch die Druckqualität.
    Im Normalfall werden bei STL je nach Auflösung Radien in mehr oder weniger breite Facetten aufgelöst. Diese werden auch entsprechend im Slicer umgesetzt und ausgegeben. Diese Facetten werden dann auch im Regelfall so gedruckt und sind meist auch sichtbar. Die Drucker können im Regelfall problemlos Bögen interpolieren. Und das sehr gut.
  • Bed Visualizer – gibt die Möglichkeit das Druckbett auszumessen wenn der Drucker mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet ist. Die visuelle Darstellung ist aussagekräftig und Lohnt soch von Zeit zu Zeit um zu erkennen ob irgendwelche Achsen kalibriert werden müssen.
  • Exclude Region – Ermöglicht während des Druckens von mehreren Objekten in einem Druck einzelne Objekte auszuschließen. Das ist überaus Hilfreich wenn man einen Druck mit z.B. 30 Objekten auf dem Bett hat und sich einer oder zwei während des Drucks lösen.
  • Sclicer Print Time Estimator – Statt über den GCode direkt die Druckzeit zu schätzen ließt dieses Plugin die vom Slicer in dem GCode angegebenen Restzeiten aus. Diese Angaben sind wesentlich präziser als die geschätzten Daten.
  • Sclicer Thumbnails – Hier werden bei den entsprechenden Dateien auch die eingebetteten Thumbnails. Hier ist eine entsprechende Einstellung im Slicer erforderlich.
  • Tempsgraph PlugIn – Erweitert das Temperaturdiagram um Zoom- und Downloadfunktionen.
  • Top Temp – Zeigt die Temperaturen von Düse, Bett und Prozessor oben in der Statusleiste an.

Es gibt noch ein paar PlugIns die Hauptsächlich für Prusa-Geräte mit MMU. Diese ermöglichen dann auch die Filamentauswahl über die Weboberfläche.

  • Ignore ‚Paused for User‘ – unterdrückt Warnungen wie Meldungen über neue Firmwareversionen für den Drucker
  • MMU2 Filament Select – Ermöglicht die Filamentauswahl über die Weboberfläche. Macht dessen Verwendung hier wesentlich einfacher.

Es gibt hier eine ganze Reihe weiterer PlugIns. Hier muss man einfach mal schauen was einen anspricht. Ich habe zum Beispiel auch noch Octolapse und einige andere im Einsatz. Schaut euch das einfach mal an. Es macht die Verwendung des Druckers über das Netzwerk sehr angenehm.

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1 Kommentar

  1. Schupp 15, Januar 2022

    Hallo Bernd 🖖,
    die Arbeit mit dem 3D Drucker finde ich sehr interessant da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe etwas ähnliches zu versuchen und ich glaube das deine Darstellung hier für mich eine große Hilfe sein wird.

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